Vernetzung ist gerade für Ein Personen Unternehmen in wissensorientierten Berufen von besonderer Bedeutung.
Um den 1stLife-Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, auch über die Grenzen der UBIT hinaus neue Kontakte zu knüpfen, lud die Fachgruppe am Rosenmontag zu einem besonderen
Netzwerkevent.
Unter dem Motto "1stLife meets nexus" trafen UBIT-Mitglieder auf Mitglieder und Freunde des Wiener Instituts für Vernetzung. Das
Wiener Institut für Vernetzung ist eine unabhängige Non-Profit Organisation zur Provokation von interdisziplinärer und interkultureller Vernetzung in Österreich, mit dem Ziel der
Entstehung von innovativen Projekten und Unternehmensideen. Nexus wurde 2006 gegründet und forscht und entwickelt seither an neuen Methoden und Veranstaltungskonzepten zur Provokation
von interdisziplinärer Vernetzung.
Friedrich Kofler, Fachgruppenobmann UBIT Wien, und Hannes Offenbacher, Gründer und Vorstandsmitglied des Wiener Instituts für Vernetzung, verwiesen
in ihren Begrüßungsstatements auf die große Bedeutung von funktionierenden Netzwerken.
„Netzwerke müssen gelebt werden. Nur wer offen für neue Ideen ist kann auch erfolgreich netzwerken", so der Tenor der beiden. "1stLife meets nexus solle zum spielerischen
Quer- und Neudenken anregen", so Kofler. „Durch interdisziplinäre Vernetzung können innovative Projekt- und Businessideen entstehen".
In seinem Impulsreferat „Die Bedeutung von Netzwerken für Wissensorientierte Berufsgruppen", gab Dr. Manfred Kofranek, MAS, Knowledge Management
Associates GmbH, einen kurzen Überblick über das aktuelle Arbeitsumfeld von Wissensarbeitern. „Entscheidend ist die individuelle Macht am Markt. Wer selbständig arbeitet braucht
Partner", ist Kofranek überzeugt. So sei die Forschung fest in der Hand von Fixangestellten. „Einzelunternehmer haben kaum die Möglichkeit an Forschungsprojekten anzudocken.
Im Team gelingt es hier besser". So verwundert es nicht das bei angestellten Forschern - hingegen sind 2/3 der selbständigen Forscher in Netzwerken aktiv.
Um am Markt bestehen zu können, sollten Wissensarbeiter drei Strategien verfolgt werden:
„Marktmacht durch Abschotten absichern. Ärzte und Rechtsanwälte sind hier ein gutes Beispiel. Sie arbeiten in geschlossenen Wissenssystemen. Das System wird
konsequent verteidigt. Honorare werden diktiert und die Kunden sind - mangels Optionen - gezwungen diese Bedingungen zu akzeptieren", zeigt Kofranek Option1
auf.
Option 2 wäre das Erreichen einer Alleinstellung am Markt. „Dies funktioniert nur kurzfristig. Man ist vielleicht im Moment unersetzbar. Die
„Halbwertzeit" des Wissens wird immer kürzer. „Man ist schneller ersetzbar als man glaubt", so Kofranek.
Am nachhaltigsten sei aber Marktmacht durch Assoziation. „Wer sich verbündet kann seine Macht gegenüber Kunden besser ausspielen".
Zum „Verbünden" blieb anschließen ausreichend Zeit. Bei Fingerfood und Getränken klang der gelungene Abend mit intensivem Networking aus.
Foto v.l.n.r: Manfred Kofranek, Hannes Offenbacher, Friedrich Kofler.