1stlife.at ist eine EPU Plattform, so dass es nicht wirklich der beste Platz für die Diskussion von Kollektivvertragsverhandlungen ist. Dennoch sind die EPUs natürlich auch ein
wichtiger Teil der IT- Arbeitswelt (jede/r 4. in der Branche ist bereits selbständig) und somit in der einen oder anderen Form von diesen Verhandlungen betroffen. Ausserdem ist
der IT Kollektivvertrag eine Sache des Fachverbandes (das ist die Österreich-Ebene, also die UBIT in der WKÖ) und es wäre nicht fair, von aussen die laufenden Verhandlungen zu
kommentieren.
Auch wenn, wie z.B. unter http://futurezone.orf.at/stories/1501656/ die GPA recht laute Töne anschlägt, so bin ich doch
überzeugt, dass sich der Fachverband seiner Verantwortung bewusst und zu einer sinnvolllen und tragfähigen Abwägung der unterschiedlichen Interessen in der Lage ist.
Worum geht es inhaltlich: Der IT- Kollektivvertrag besteht seit ca. 10 Jahren und wurde bei seiner Verabschiedung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern als wichtiger Schritt zu einer
modernen Gestaltung der Arbeitsbeziehungen gesehen. Aus welchen Gründen auch immer wurde damals nur die Höhe und die Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter geregelt, nicht
aber die Erhöhung der tatsächlich bezahlten "Ist-Gehälter". Die Gewerkschaft möchte eine solche Regelung erzwingen, die Arbeitgeber sind natürlich wegen der zu erwartenden Kosten
dagegen. Jetzt wird verhandelt.
15.01.2009, 13:36